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Chair One

Chair One

Vom Hersteller Magis bekam Konstantin Grcic im Jahr 2001 das Angebot einen robusten und vielseitig einsetzbaren Sessel aus Aluminium zu entwickeln. Aus formaler Sicht bekam er völlig freie Hand. Eine Herausforderung, die Grcic gerne annahm, zudem er sich zum damaligen Zeitpunkt erstmals mit Aluminiumdruckguss auseinandersetzen konnte.

Sein Ausgangspunkt für die Form der Sitzschale war ein Fußball. Dieses "Netzmuster" stellte er nach einigen Computerzeichnungen zunächst als Modell mit Draht nach. Erste Versuche daraus eine dreidimensionale Schale zu formen, setzte der Designer anschließend mit Pappmaschee und Karton um. Zug um Zug ergab sich durch das komplexe Zusammenspiel von digitalen und analogen Vorgängen die finale Form des Sessels Chair One.

Eine Rohversion aus Edelstahl bot nach mehreren Monaten Entwicklungszeit erstmals die Möglichkeit auf dem Stuhl Platz zu nehmen. Dann erfolgte das "Finetuning" betreffend Sitzkomfort und Stabiltitätsauslotung. Wie dünn oder stark dürfen/müssen die einzelnen Verstrebungen sowie Verbindungen sein, damit ein homogenes Erscheinungsbild genauso gegeben ist, wie eine technische Konstruktion die allen Anforderungen und Belastungen in der Praxis standhält. Erst nach Lösung sämtlicher Details wurde die aufwendige Form für den Aluminiumdruckguss angefertigt. Danach war keine Änderung mehr möglich.

Das war aber auch nicht nötig, denn das Ergebnis war perfekt und übertraf sogar die Erwartungen am Markt. 2003 wurde der Chair One präsentiert und ist mittlerweile zu einer Design-Ikone geworden. Ein Sessel einer völlig neuen Generation, der über die Folgejahre zu einer Produktfamilie erweitert wurde. Der Sitzkomfort ist überraschend gut, der Stuhl ist luftig, leicht, strapazfähig, auch im Außenbereich ideal einsetzbar, zu 100% recyclingfähig und er hat eine moderne, für Konstantin Grcic typische Formensprache.


© copyright prodomoWien/Hersteller, Autor: Werner Backhausen